Die Politik macht unser Europa kaputt

Die dänische Polizei stoppt einen ICE aus Hamburg in Rødby und führt nach stundenlangen Kontrollen Dutzende Flüchtlinge ab. Dabei wollten die meisten nur nach Schweden durchfahren. Später gehen viele von ihnen zu Fuß weiter. Entlang der Autobahn. Zwei Tage später macht Dänemark die Grenzen dicht und auch wir sitzen fest. 

Ich glaube, Europa ist kaputt. Dabei habe ich es bis vor einer Weile nicht für möglich gehalten, dass ich das irgendwann mal sagen würde. Das Dauergewürge um den Euro, das Gezerre um Griechenland, die Banken, all die hysterischen Schlagzeilen über Schluss, Aus, Ende, die sich ausschließlich an ökonomischen Daten orientierten – das hat mir nie wirklich Angst gemacht.

Ein dänischer Polizist spricht mit den Flüchtlingen
Ein dänischer Polizist spricht mit den Flüchtlingen

Ich habe nie geglaubt, dass dieses Europa in erster Linie von Geld zusammengehalten wird. Dieses Europa ist, seit ich denken kann, Heimat und Identifikation für mich (und für die meisten anderen meiner Generation). Obwohl und vielleicht auch gerade, weil ich eine Weile auf einem anderen Kontinent gelebt habe.

Mein Europa wird nicht durch Börsenkurse zusammengehalten – sondern durch Werte, durch eine gemeinsame Geschichte, in der es viel Leid gab und doch auch so große Errungenschaften, so viel Geist und Kreativität und Brüderlichkeit.

Seit heute Mittag aber habe ich plötzlich Angst davor, dass ich mir das alles nur eingebildet habe. Oder dass das, was als wunderbares, friedliches und geschwisterliches Europa mal kurz da war, längst wieder verschwunden ist.

Die Flüchtlinge halten Europa den Spiegel vor. Und darin sieht man: Nichts.

Natürlich ist der Zustrom von Flüchtlingen eine große Herausforderung. Eine riesengroße. Schon wieder eine. Und diesmal doch eine ganz andere. Denn diesmal geht es nicht um Geld. Es geht um Menschen. Und dieses mein Europa hat einfach keine gemeinsame Idee, wie es mit diesen aus Kriegen geflohenen Menschen umgehen soll. Das wird von Tag zu Tag deutlicher. Jedes Land macht, was es will. Es war nie so eklatant wie heute, dass es gar kein gemeinsames Europa gibt. Die Flüchtlinge halten Europa einen Spiegel vor. Und was sieht man darin? Eine große Leere. Europa schaut in den Spiegel und sieht: nichts. Ein Albtraum.

Flüchtlinge verlassen den Bahnsteig
Flüchtlinge verlassen den Bahnsteig

Ich bin am Montagmorgen am Hamburger Hauptbahnhof in den ICE 33 nach Kopenhagen gestiegen. Zusammen mit ein paar anderen Hamburgern, die als Delegation des grünen Umweltsenators Jens Kerstan nach Dänemark fahren wollten, um sich über die dortige Energiepolitik zu informieren. Man hat gleich gesehen, dass viele Flüchtlinge im Zug waren. Sehr viele. Junge Menschen aus dem Irak, aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern. Einige Ältere und Familien mit kleinen Kindern. Manche hohläugig und müde. Die Gänge waren verstopft. Alle Plätze besetzt.

Eine sehr erschöpft und verzweifelt aussehende Frau hat mich aufgeregt in einem kaum verständlichen Englisch gefragt, ob dies auch wirklich der Zug nach Kopenhagen sei. Sie hat geweint und gar nicht mehr aufgehört. Ich habe versucht, sie zu beruhigen. Das war nicht einfach, weil sie kaum ein Wort verstanden hat.

Wer weiß schon, wie oft ein Mensch auf einer langen Flucht in falschen Zügen oder Bussen oder Lkw landet und wie sehr sein Schicksal am Ende davon abhängt? Ich war nie im Krieg. Nie auf der Flucht. Ich fahre mit der U-Bahn zur Arbeit und mit dem ICE auf Dienstreise.

Würden wir denn auf der Flucht unsere Smartphones wegwerfen?

Dann die Durchsage: Der Zug ist zu voll. Es müssen Passagiere aussteigen. Mit 20 Minuten Verspätung fahren wir aus Hamburg ab, quer durch den sonnigen Septembernorden. In Puttgarden rollt der ICE auf die Fähre nach Rødby. Wir müssen aussteigen und hoch an Deck gehen. Es wimmelt hier jetzt von Flüchtlingen. Sie stehen in den Schlangen des Bordrestaurants, gucken auf ihre Handys, flachsen oder genießen an Deck die Überfahrt unter blauem Himmel. Der Wind ist kühl, die Sonne wärmt noch.

Viele dieser Flüchtlinge sehen aus wie normale junge Leuten aus einer x-beliebigen Mittelschicht dieser so klein gewordenen Welt. Nicht so, als seien sie in Elendsvierteln groß geworden. Was sie von jungen Norddeutschen unterscheidet, sind nur Hautfarbe und Sprache, so scheint es. Aber wahrscheinlich ist da noch etwas anderes, etwas, das man nicht sofort sieht: das, was viele von ihnen erlebt haben.

Ich frage mich in diesem Moment wieder, warum manche Leute sich aufregen, dass Flüchtlinge Handys besitzen. Würden wir denn, wenn wir vor Krieg und Verfolgung fliehen müssten, als Erstes unsere Smartphones wegwerfen?

Die dänischen Polizisten tragen kurzärmlige Hemden und lachen

Als wir in Dänemark von Bord fahren, wird der Zug gestoppt. Wir stehen im dänischen Nirgendwo und warten und warten. Niemand regt sich auf. Alle bleiben sitzen. Nach einer Stunde endlich eine Durchsage: Die Polizei kon­trolliere die Gegend rund um den Fähranleger und habe den Zug gestoppt. Man wisse nicht, ob und wann man weiterfahren dürfe.

Wo soll ich jetzt hin?
Wo soll ich jetzt hin?

„Die rufen sich jetzt Verstärkung, dann holen sie die Flüchtlinge aus dem Zug“, sagt eine dänische Zugbegleiterin. „Das haben sie gestern auch schon gemacht. Es hat mehr als zwei Stunden gedauert.“

Eine weitere Stunde später marschieren sie auf, die dänischen Polizisten in ihren kurzärmligen, hellblauen Hemden. Ein paar Dutzend. Frauen mit blonden Haaren und drahtige Männer, manche mit langen Bärten. Sie sind guter Laune und lachen. Sie bilden ein Spalier um den Zug. Von hinten gehen sie durch die Wagen. Jeder muss seinen Ausweis zeigen. Die Polizisten sind sehr freundlich. Es gibt Gespräche, Erklärungen, eine Dolmetscherin übersetzt auf Persisch und Armenisch. Es gibt Durchsagen auf Arabisch. Die Flüchtlinge steigen aus und werden zu Bussen gebracht. Sie tragen ihre Taschen und Kinder und Rucksäcke und tun, was man ihnen sagt. Das dänische Fernsehen filmt.

Angeblich ist das die neue Härte, die die dänische Regierung zeigen will. Sagen manche im Zug. Sie würde die Leute zurück nach Deutschland schicken. Weil Deutschland sie schließlich nach Dänemark geschickt habe. Dann aber heißt es, die Flüchtlinge würden nur registriert. Wie es die europäischen Regeln verlangten. Was danach mit ihnen geschieht, ist erst einmal unklar.

Geht es um Geld, gibt es in Europa eine Union. Wenn es um Menschen geht nicht

Es interessiert hier niemanden, dass die meisten dieser Menschen nach Schweden wollen. Weil sie dort Verwandte haben oder Freunde oder weil sie Gutes über Schweden gehört haben. Für eine Weile haben die Dänen die Flüchtlinge immer nach Schweden durchreisen lassen. Jetzt offensichtlich nicht mehr. Vielleicht haben sich die Schweden beschwert. Oder die dänische Regierung hat Angst, dass einige Flüchtlinge doch in Dänemark bleiben.

Ein Kind ist auf dem Arm des Vaters eingeschlafen
Ein Kind ist auf dem Arm des Vaters eingeschlafen

Ich verstehe dieses Europa nicht mehr. Warum kann die EU nicht gemeinsam diese Herausforderung angehen, gemeinsam dafür sorgen, dass wir den Menschen gerecht werden? Dafür sorgen, dass Flüchtlinge nicht in jedem Land der EU anders behandelt werden? Warum können wir die Flüchtlinge nicht gerecht verteilen und dabei auch ihre Wünsche berücksichtigen, jedenfalls so weit das möglich ist? Warum weigern sich irgendwelche Regierungen dieser angeblichen Europäischen Union sogar grundsätzlich, Flüchtlinge aufzunehmen?

Ich fürchte, die Antwort ist eindeutig: Es gibt gar keine EU – es sei denn zur Bankenrettung. Nur wenn es um Geld geht, gibt es ein Europa als Union. Wenn es um Menschen geht nicht.

Mit mehr als drei Stunden Verspätung setzt sich unser ICE gegen 16 Uhr in Rødby wieder in Bewegung, er ist jetzt nur noch halb voll. Irgendwo müssen wir in einen Regionalzug umsteigen, weil der ICE nach Deutschland zurückkehren muss. Vorher werden noch Formulare verteilt, mit denen man sich wegen der Verspätung Geld erstatten lassen kann. Das mit dem Geld funktioniert in Europa grenzübergreifend.

In Kopenhagen sind wir um kurz nach 19 statt um 14 Uhr. Wir haben den Empfang und ein Abendessen in der Botschafterresidenz verpasst. Im Internet sehen wir, dass sich die Flüchtlinge nicht von ihrem Ziel haben abbringen lassen. Sie bewegen sich in großen Gruppen entlang der Autobahn, berichten dänische Medien. Männer, Kinder, Frauen mit ihren Rucksäcken. In Richtung Schweden. Zu Fuß.

Dänemark macht die Grenzen dicht, und wir kommen nicht mehr zurück nach Hamburg

Als wir am Mittwochabend zurück nach Hamburg wollen, macht die dänische Regierung uns einen Strich durch den Fahrplan. Die deutsche Botschaft ruft am frühen Nachmittag an: Dänemark hat die Grenzen geschlossen. Die Fähren fahren nicht mehr. Kurz danach wird auch der Zugverkehr zwischen den europäischen Nachbarstaaten eingestellt.

Wir üben uns in Sarkasmus. Vielleicht sollten wir uns von einem erfahrenen Schlepper über die Grenze nach Deutschland bringen lassen, sagen wir. Oder wir gehen in die deutsche Botschaft – und warten auf Genscher.

200 Flüchtlinge warteten im Bahnhof Flensburg
Flüchtlinge im Bahnhof Flensburg

Statt den gebuchten Zug über Rødby nehmen wir einen nach Flensburg. Der ist gnadenlos überfüllt. Diesmal nicht mit Flüchtlingen, sondern mit Deutschen, denen man den Rückweg in ihre Heimat versperrt. Plötzlich fühle ich mich wie in den 1980ern bei einem DDR-Besuch und denke: Was würde man mit uns machen, wenn wir unsere bundesrepublikanischen Ausweise nicht griffbereit dabeihätten?

Der dänische Schaffner schafft Klarheit: Der Zug wird nicht über die Grenze fahren. Schengen war gestern. Europa hat bis auf Weiteres geschlossen. In einem kleinen Bahnhof nahe der Grenze müssen wir in einen Bus umsteigen. Der fährt bis zu einer Art provisorischem Schlagbaum, einem polizeilichen Plastikband, wie man es auch im Fernsehen um Tatorte spannt. Daneben stehen drei dicke Dänen mit einem großen Hund. Vielleicht ist das ja die Bürgerwehr gegen den Flüchtlingsstrom, sagt einer im Bus.

Bei uns ist das Streben nach Glück offenbar verdächtig

Wir nehmen eine andere Strecke. Nach einer halben Stunde sind wir in Flensburg. Ohne Passkontrolle. Keiner versteht, was das Ganze dann überhaupt sollte. Dann hätten die Dänen ja auch den Zug nach Deutschland durchfahren lassen können.

In Flensburg sitzen mehr als 200 Flüchtlinge fest, die nach Schweden wollen, aber nicht über die dänische Grenze kommen. Wie überall: junge Männer, Familien, Kinder. Flensburger Bürger haben Getränke gebracht. Die Polizisten sind freundlich und hilfsbereit. „Warum dürfen wir nicht weiter?“, fragt uns ein afghanischer Arzt in tadellosem Englisch. „Wir haben doch gültige Fahrkarten.“

Gestrandet im Bahnhof Flensburg
Abends im Flensburger Bahnhof

Irgendwann nehmen wir einen Bummelzug nach Neumünster und von dort einen nach Hamburg. Auf der Fahrt lese ich den Facebook-Kommentar eines Hamburger CDU-Politikers. Er nennt die Flüchtlinge „Asyltouristen“. Weil sie nach Schweden wollen. Zu Verwandten oder Freunden. Und notfalls bis nach Malmö zu Fuß gehen.

Komisch, als ich das lese, muss ich an die Unabhängigkeitserklärung der USA denken und suche mir den Text im Netz: „Folgende Wahrheiten erachten wir als selbstverständlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind; dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind; dass dazu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören.“

Bei uns ist das Streben nach Glück offenbar verdächtig. Aber wir sind ja auch keine vereinigten Staaten, sondern ein Kontinent der Kleinstaaterei. Die EU hat keine Regierung und kein Parlament, das diesen Namen verdient. Einzig das Geld fließt frei. Eine europäische Verfassung werden wir wohl nie zuwege bringen.

Ach, Europa! Was für ein schöner Traum du warst.

 

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Diesen Text habe ich nach der ersten Veröffentlichung im Blog am 7. September für eine am 11. September 2015 im „Hamburger Abendblatt“ erschienene Thema-Seite überarbeitet und deutlich erweitert. Die Änderungen habe ich auch hier übernommen, so dass beide Fassungen nun identisch sind. 

Jens Meyer-Wellmann
Mehr über mich unter: http://www.meyer-wellmann.de

17 Kommentare

  1. Toller Artikel, herzlichen Glueckwunsch!! Eine Art „ungewollte partizipative Reportage“
    …Es hat ja nie ein einziges gemeinsames Europa gegeben…Europa bedeutet verschiedene Dinge fuer verschiedene Menschengruppen. Hier geht es um einen Konflikt zwischen dem Europa der Menschlichkeit und dem Europa der Egoisten oder Hasserfuellten oder Gleichgueltigen…Dieser Artikel traegt sehr gut zum menschlichen Europa bei! Weiter auf diesem Weg, lieber Jens Meyer-Wellmann, gegenhalten, gegenhalten, mit Herz und Vernunft, wir brauchen (d)einen langen Atem!

  2. Zur Konzeption der EU gehörte eigentlich neben der Erweiterung auch die Vertiefung, was bedeutet gemeinsame soziale Standards und Verbesserung der Lebensbedingungen für alle.
    Das ist schon lange kaum mehr Thema. Mittlerweile wird es hingenommen, dass zum Beispiel in Griechenland ein ganzes Volk für die Bereicherung weniger (Banken, Großkonzerne etc.) verarmt ohne Arbeit, schlechte oder kaum medizinische Versorgung hat usw.
    Man müsste die großartige Bereitschaft vieler Helfer an konkrete politische Forderungen knüpfen! Und zwar konsequente Umverteilung von Reichtum zugunsten Armer, die Möglichkeit einer frei gewählten sinnvollen Beschäftigung bei einem bedingungslosen Grundeinkommen und konsequente Friedenspolitik und Abschaffung der Rüstungsindustrie weltweit!

  3. >Nur wenn es um Geld geht, gibt es ein Europa als Union. Wenn es um Menschen geht nicht<
    Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen…

  4. Schade, dass der Hamburger CDU-Politiker in dem Artikel nicht mit Namen benannt wird. Wenn ich schon meine Stimmen an unterschiedliche Personen einer Partei verteilen darf, wäre es doch enorm hilfreich zu wissen, welche Geisteshaltung diese in einer breit aufgestellte Volkspartei wie der CDU vertreten. Und wäre es nicht auch eine journalistische Aufgabe, diese Information zu vermitteln?

  5. Europa war noch nie einig, vor der „Griechenlandkrise“ gab es eben große Krisen nicht. Und in der Krise wurde schnell gehandelt weil es um die Banken ging.
    Was ich befürchte ist, dass das Flüchtlingsproblem in den Medien und durch die Politiker schön im Vordergrund gehalten wird, damit die Bürger beschäftigt sind damit . Warum? Weil TTIP durchgewunken werden soll. Man denkt so bekommt es kaum einer mit.

  6. Jens, Dein Beitrag macht mich sehr nachdenklich, denn ich gehöre zu denen, die daran glauben, dass Europa auch diese Herausforderung meistern kann. Dies wird JEDOCH NUR gelingen, wenn wir dies als Chance für Europa verstehen, eine neue Idee, die über die finanzielle Gemeinschaft hinaus geht, zu entwickeln.

  7. Es ist mehr als traurig und unmenschlich. Diese Erde gehört uns nicht allein – wie soll das nur weiter gehen ? Peace on earth! Jens Meyer-Wellmann – sehr guter Beitrag!!

  8. Traurig! Guter Artikel, danke! Was machen wir bloß? Was machen „diese“ Politiker nur? Und: geht es UNS nicht auch nur um Geld? Wie wichtig ist das Gehalt beim Job, wie billig müssen die Einkäufe im Supermarkt sein? Wie vielen Hamburgern ist ein SUV wichtig? Und wie viele Klamotten werden tatsächlich gerade in den Messehallen VERSCHENKT? Uns geht es einfach zu gut, und: es geht UNS auch nur ums Geld! Oder…?

  9. Mir gefällt dieses Europa, in dem es nur um Banken und DEREN GELD geht nicht. Warum bewegen sich die Politiker nicht oder so zähflüssig langsam?
    Das ist kein vereinten Europa und kann es so auch nicht werden.

  10. Es gab noch nie ein Europa der Menschen. Es waren immer schon wirtschaftliche Interessen die die Sache am laufen hielt.
    Da war die Bezeichnung EWG ehrlicher.

    Als Rumänien, Bulgarien, Ungarn aufgenommen wurden, wurden traurige Bilder von Klebstoffschnüffelnden Kindern in Bukarest gezeigt.
    Wurde diesen Kindern geholfen?
    Geht es z.B. Rumänien besser seit dem? Nein, es herrscht bittere Armut bei den meisten Menschen.
    Es ging nie um Menschen..
    Es ging immer um wirtschaftliche Interessen.

    Billige Produktionsstätten, billige Arbeitskräfte.

    Da arbeiten polnische Bauarbeiter fern der Heimat zu polnischen Löhnen in Deutschland. Da werden moderne Sklaven per Subunternehmer auf deutschen Großbaustellen eingesetzt.

    Zu Hungerlöhnen.

    DAS IST EUROPA.

  11. Spricht mir aus der Seele. Die Politik in Europa scheint jede Verbindung zur Basis verloren zu haben.

  12. In mir baut sich sofort ein Bild auf, welches mich zutiefst erschreckt : Menschen werden separiert und dann mit Bussen irgendwo hingefahren – und alle sehen zu. Ich möchte nicht, dass sich diese Geschichte wiederholt! Aber genau das passiert zur Zeit in Europa. Einfach nur schrecklich…

  13. Schrecklich, was gewisse Politiker, denen der Bezug offenbar auch zu ihren eigenen Gefühlen abhanden gekommen ist, anrichten.

    Tapfere Menschen auf der Flucht, die alle unsere Unterstützung brauchen.

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